Lara & Bill und Antonia I

Heute ist, wie jeden Tag in meinem Blog ;), Welteisbärtag. Zwar steigt die Bildung der Menschheit im Allgemeinen von Jahr zu Jahr, aber in dem Punkt Klimaschutz gibt es Null Einsicht oder gar Zukunftspläne zu vermelden. Gerade im reichen, „gebildeten“ Westen gibt es genug Kleingeister, die jede Prognose der Forscher ins Lächerliche ziehen und es nicht blicken wollen, das wenn das Klima kippt, Millionen Menschen auf der Flucht vor Naturkatastrophen, Hunger und Dürren sind. Die Folgen davon will niemand, mit Vernunft, erleben. Es geht um Eisbären ❗ aber eine Welt ohne Eisbären, eine erwärmte Welt wird in allen Aspekten eine unschöne Welt.

http://www.wwf.at/de/menu27/subartikel2122/

Dankeschön für Eure lieben Kommentare. Natürlich hattet Ihr Recht. Die Bilder zeigen die kleine Antonia, deren Bruder Anton war.
Beide Eisbären hatten denselben Vater und wurden im Zoo Karlsruhe geboren. Die Tierpfleger benannten die Babys zu Ehren ihres amtierenden Tierparkschefs. Beide Eisbärenkinder wurden aus Krankheitsgründen mit der Flasche ernährt. Anton weil er zu schwach war, um bei seiner Mama zu trinken und Antonia, weil sie nicht wachsen wollte / konnte. Eisbärmütter, wie alle Raubtiere, neigen dazu, erkrankte Kinder zu töten, um die eigenen Ressourcen zu sparen. Das Leben am Nordpol ist zu hart, um nicht lebensfähige Kinder monatelang durchzufüttern. Diesen Kinder bliebt das erspart und es hat sich gelohnt. Allerdings konnten auch die Menschen nicht machen, das Antonia groß wird. Sie blieb klein und damit (aus Sicherheitsgründen) alleine. Allerdings hat sie das Selbstbewusstsein von 2 Eisbären getrunken und wäre eventuell eher eine Gefahr für einen gutmütigen, großen Eisbären. Antonia ist praktisch ein Kampfhund in XXL.

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Am Dienstag konnte ich leider nicht Fanny beobachten. Offensichtlich ist sie im Antonia-Gehege untergebracht. Angebissenes Brot und Fleisch unterstützen diese Theorie. Ich hoffe, das es der uralten Bärin gut geht. Antonia durfte im ehemaligen Elvis & Sonja – Gehege rumtoben. Durch meine Beobachtungen möchte ich behaupten, das die Verlegung der Bären erst vor kurzem erfolgte. Antonia wuselte nämlich überall herum und beschnüffelte jeden Stein, Grashalm und Ecke. Ausgiebig untersuchte sie das Gehege. Zum Nachmittag hin hatte ich sogar den Eindruck, das sie in ihr eigenes Gehege zurück möchte. Ihr Laufen an der Glasscheibe und ihre Blicke zu ihrem Zuhause lassen eventuell diesen Schluss zu. Ich möchte den Verantwortlichen zu dieser Entscheidung beglückwünschen, da Antonia Neuland betreten konnte und förmlich aufgeblüht ist. Ehrlich gesagt, finde ich das kleine Gehege (Antonias Zuhause), selbst für einen kleinen Eisbären, zu klein.

Bevor man zu den Eisbären kommt, muss man an diesen lustigen Gesellen vorbei. Niedlich, aber gefährlich. Niemand ist zu raten, sie zu streicheln. Dann hat man Tränen in den Augen.
Der Baumstachler

http://de.wikipedia.org/wiki/Baumstachler

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Bill war bei meinem Besuch viel ruhiger und ausgeglichener als sonst. Neugierig untersucht er sein Gehege und Lara, wenn sie in Reichweite läuft.

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Lara (hat es ein bisschen mit dem Laufen)

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Bill hat Lara im Wachstum locker überholt und ist sehr mächtig geworden. Beide Eisbären zeichnet eine große Vertrautheit aus, Zärtlichkeiten werden regelmäßig getauscht und ein Bär nimmt dem anderen Eisbären ab und zu Futter aus dem Maul weg. Ich konnte keinen Streit beobachten und irgendwelche Zwistigkeiten. Ich möchte sagen, dieses Paar harmoniert und weiß sich zu schätzen.

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Rechts der riesige Bill.

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Antonia – ein kleiner Bulldozer.

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Lara

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Bill

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Lara (vorn) darf ihrem Bill (der ist groß geworden) Futter wegnehmen. Bemerkenswert in der Eisbärenwelt.

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Bill reagiert souverän.

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Antonia – Maus

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Bill hat einen unglaublich schmalen Schädel. In dieser Hinsicht ist er auch einzigartig, bei allen Eisbären, die ich kenne.

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Antonia

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Antonia muss überall gucken und schnüffeln.

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In Kürze mehr.
Gruß Jens


7 Gedanken zu “Lara & Bill und Antonia I

  1. Hallo lieber Jens,

    danke für deine nachdenklichen Worte zum Welteisbärentag!

    Du hast wieder wunderschöne Bilder gemacht, Bill ist wirklich ein Riese, aber ein gutmütiger Riese, denke ich – wie ja fast alle Eisbärmänner, die wir kennen. Ich mag auch Antonia sehr gern; sie hat mangelnde Körpergröße mit Selbstbewußtsein und Temperament kompensiert.

    Ein schönes Album – vielen Dank dafür!

    Liebe Grüße aus ER
    Heidi

  2. Hallo Jens, :wave:

    das sind tolle Streber-Fotos. 😉 Die Gelsenkirchener Bären waren wirklich einen Besuch wert. :yes:

    Wegen des Gehegewechsel hatte ich mich an die Zoom gewandt, weil mich das interessiert hatte und heute Morgen diese Info bekommen:

    Sie haben richtig beobachtet; wenn auch jeder im Prinzip „sein“ Gehege hat, tauschen wir zwischendurch ganz gern mal für einen Tag die Anlagen, damit vor allem Antonia mal mehr Abwechslung hat. Es ist aber für alle beteiligten Bären spannend, sich auch im Gehege des anderen aufzuhalten und es gründlich zu erkunden. Das erhöht tatsächlich deutlich die Aktivität. Hin und wieder machen wir das auch mit den Hyänen, die sich die Löwenanlage ansehen dürfen.

    Ich finde das eine gute Sache. Also ist es wohl immer Zufall, in welchem Gehege man Antonia und Fanny antrifft.

    Liebe Grüße
    Elke

  3. Hallo Jens

    Antonias Bad ist für mich das Highlight deiner Fotoschau. :yes: Sie war sehr schwimmfreudig an diesem Tag. Bills Schädel ist in der Tat ungewöhnlich, das fiel mir schon früher auf, auch seine Augen. Aber Du hast recht, er ist wirklich groß geworden! Danke für den Bericht. 🙂

    Liebe Grüsse
    Chris :wave:

  4. hallo jens,

    danke für deine worte zum Eisbären welt tag und danke für die vorzüglichen bilder aus Gelsenkirchen.

    freut mich, dass du auch über die Eisbären dort mal wieder berichtest. sie sind diejenigen über die am allerwenigsten berichtet wird, leider.

    ich hoffe, Fanny ist wohlauf.

    Antonia ist einfach klasse und die beiden Youngster sind wirklich niedlich miteinander. ein jung verliebtes Paar, schööööööön:)

    danke sehr,

    lg brigitte

  5. Hallo Jens!Im Punkto Klimaschutz gebe ich Dir vollkommen Recht,leider haben viele Menschen immer noch nicht verstanden,worum es eigentlich geht.Und die Leute,die dadurch ihren Profit machen,erst recht nicht.Die Botschaft,die Knut den Menschen übermitteln sollte,ist nicht da angekommen,wo sie eigentlich sollte.Das macht seinen furchtbaren Tot um so sinnloser,leider.Aber,ich glaube,das die Menschen mehr und mehr verstehen,und das auch kundtun.Also besteht zumindest noch Hoffnung auf bessere Zeiten.Die Baumstachler sind sehr schöne und auch interresante Tiere,dafür sollte man sich ruhig etwas Zeit nehmen.Na,hoffentlich wird das Gehege von Antonia nicht zu klein auf Dauer für Fanny.Auch wenn sie ihr Alter hat,braucht sie Platz,es war ja selbst für Antonia sehr klein.Billyboy hat sich ganz schön gemacht,er ist richtig erwachsen geworden,seid ich das letzte mal da war.Und,Du hast Recht,er hat wirklich einen schmalen Kopf.Lara sieht gut aus,und es freut mich sehr,das die zwei so gut miteinander harmonieren.Schön ist auch,das Billyboy ruhiger und ausgeglichener wirkt.Antonia,der kleine Bulldozer,das passt,sie ist wirklich ein kleines Kraftpacket.Ich freue mich sehr für sie,das sie jetzt so schön springen kann,man sieht,das sie es vermißt hat.Aber man könnte auch denken,das sie erst wieder lernen muß,was man mit so viel Platz anfängt,sieht aber sehr vielversprechend aus.Sie ist der Liebling und das Maskottchen von der Zoom Erlebniswelt und absolut liebenswert.Das habe ich mir schon gedacht,das sie dann wohl auch eine Handaufzucht sein muß.Naja, und gegen Kleinwüchsigkeit kann man nichts machen.Aber die Besucher lieben sie ja so wie sie ist.Und wegen Fanny,vielleicht wechselt man die Gehege ja zwischendurch auch,damit beide dann mal in den Genuß kommen.Vielleicht kann ich das ja mal in Erfahrung bringen.Da war ich so oft in Wuppertal bei Anori,aber Du hast mich überzeugt,das ich zur Zoom auch mal wieder fahren muß.Hab ich in letzter Teit vernachlässigt,aber die Zoom ist auch immer einen Besuch wert.Danke für den Bericht und die Erklärungen bzw. den Vorgeschmack.Viele Grüße von Claudia aus Gladbeck!P.S.Unverzeihlich,das ich sie nicht sofort erkannt habe!

  6. Hallo Jens,

    ich steh dazu, für mich war gestern Weiberfastnacht – da mussten die Eisbären mal hinten anstehen. 😉

    Heute habe ich dann gestaunt, wie sehr der Bill gewachsen ist. Als ich ihn zuletzt gesehen habe, war er gerade mal so groß wie Lara und das ist nur ein paar Monate her. Da ist doch noch ein richtiger Kerl aus ihm geworden. 🙂

    LG Ulli

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